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Investitionsvolumen von 3,9 Mrd.

Wohnportfolios prägen den Hamburger Investmenttransaktionsmarkt

Das Transaktionsvolumen am Hamburger Immobilienmarkt lag nach den ersten drei Quartalen 2021 bei 3,9 Milliarden Euro – ein Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 13 Prozent. Davon entfielen rund zwei Milliarden Euro auf Gewerbeimmobilien und 1,9 Milliarden Euro auf Wohnimmobilien. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse von CBRE.

„Der Hamburger Investmentmarkt wurde in den ersten drei Quartalen 2021 maßgeblich durch die Assetklasse Wohnen bestimmt“, sagt Michael Mikulicz, City Lead & Head of Investment Hamburg bei CBRE. Das Transaktionsvolumen für Wohnimmobilien (ab 50 Einheiten) stieg im Vorjahresvergleich um 180 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro an und ließ die Assetklasse erstmals auf einen Spitzenplatz rücken. „Dies lag vor allem am Hamburger Anteil der großvolumigen Akelius-Heimstaden-Transaktion [wir berichteten], von der 1,2 Milliarden Euro auf die Hansestadt entfielen“, ergänzt Mikulicz. Insgesamt dominierten Einzelassets mit 85 Prozent des gewerblichen Volumens das Marktgeschehen.

1,3 Milliarden Euro entfielen auf die Assetklasse Büro, was 60 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens am Gewerbeimmobilienmarkt entspricht. Gewerbliche Investitionen insgesamt waren im bisherigen Jahresverlauf um 47 Prozent rückläufig. Dies ist aber nicht nur ausschließlich auf einen allgemeinen Produktmangel zurückzuführen. „Im vergangenen Jahr wurden in den ersten drei Quartalen allein bereits acht Gewerbeobjekte in der Größenklasse von mehr als 100 Millionen Euro gehandelt. Dieses Jahr sind es bisher nur vier derart großvolumige Einzelassets“, erläutert Mikulicz. Auf diese Größenklassen entfielen 2021 bis dato lediglich rund 650 Millionen Euro, gegenüber 1,7 Milliarden Euro im Vorjahr. Deutlich angestiegen ist hingegeben das Transaktionsvolumen von Industrie- und Logistikobjekten, was die Bedeutung Hamburgs als wichtiges Logistikcluster unterstreicht“, so Mikulicz.

Der Nachfrageüberhang am Hamburger Büroinvestmentmarkt spiegelt sich weiterhin in einem anhaltenden Druck auf die Spitzenrendite wider. Sie gab im Jahresvergleich um 0,1 Prozentpunkte nach, blieb jedoch im dritten Quartal zunächst stabil „Hier sehen wir aber deutliche Anzeichen für eine weitere Renditekompression zum Jahresende. Insbesondere weil auf der Produktseite keine deutliche Entspannung zu erkennen ist. Ein Transaktionsvolumen wie im vergangenen Jahr erscheint daher derzeit eher fragwürdig.“ konstatiert Mikulicz.