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Konzernergebnis legt zu

VIB verdoppelt Ergebnis

Die VIB Vermögen AG konnte trotz des herausfordernden Marktumfeldes ihre Finanzkennzahlen im ersten Halbjahr 2022 weiter verbessern. Die erwirtschafteten Bruttomieteinnahmen in Höhe von 46,6 Millionen Euro markieren den höchsten Stand, der in der fast 30-jährigen Unternehmensgeschichte innerhalb eines Halbjahres erwirtschaftet wurde.

Der Anstieg um 5,2 Prozent (Vorjahreszeitraum: 44,2 Millionen Euro) ist auf die zusätzlichen Mieteinnahmen aus den Immobilien zurückzuführen, die während des Berichtszeitraums in das Portfolio aufgenommen wurden. Die annualisierte Nettomiete beträgt rund 92,1 Millionen Euro. Gleichzeitig blieb die Leerstandsquote auf Konzernebene mit 1,4 Prozent auf einem erfreulich niedrigem Niveau. Zum Bilanzstichtag am 30. Juni 2022 zählten 106 Gewerbeimmobilien mit einer vermietbaren Fläche von knapp 1,3 Millionen m² zum Bestand der VIB Vermögen AG.

Die Aufwendungen für die Finanzierung des Portfolios konnten erneut gesenkt werden und lagen im ersten Halbjahr 2022 bei 6,4 Millionen Euro (Vorjahr: 6,8 Millionen Euro). Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit legte um 10,1 Prozent auf 21,7 Millionen Euro (Vorjahr: 19,7 Millionen Euro) zu. Das Konzernergebnis stieg signifikant um 113,4 Prozent auf knapp 35,2 Millionen Euro. Grund für den deutlichen Anstieg waren insbesondere die gestiegenen Nettomieteinnahmen, die erfolgreiche Veräußerung des Anteils an dem Joint-Venture mit der WDP GmbH sowie der verbesserte Zinsaufwand.

Das Eigenkapital wuchs seit dem Jahresende 2021 um 35,7 Millionen Euro auf 635,3 Millionen Euro zum 30. Juni 2022 (31.12.2021: 599,6 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich zum Bilanzstichtag am 30. Juni 2022 auf 45,0 Prozent (31.12.2021: 42,3 Prozent).

Im zweiten Quartal 2022 wurde das Immobilienportfolio des VIB-Konzerns neu bewertet. Der Net Asset Value (NAV) als Substanzwert der Gesellschaft stieg zum 30. Juni 2022 deutlich auf 1,6 Milliarden Euro (31.12.2021: 813,2 Millionen Euro). Bezogen auf die zum 30. Juni 2022 im Umlauf befindlichen 27.710.009 Aktien entspricht das einem unverwässerten NAV je Aktie von 58,06 Euro gegenüber 29,35 Euro zum 31. Dezember 2021. Der LTV (Loan-to-Value), das Verhältnis der zur Finanzierung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zu deren Marktwert, sank seit Jahresbeginn auf 28,2 Prozent zum Stichtag 30. Juni 2022 (31.12.2021: 44,5 Prozent).

Die Funds from Operations (FFO) als Indikator für die operativen Mittelzuflüsse der Gesellschaft konnten im ersten Halbjahr um 10,3 Prozent von 28,5 Millionen Euro auf 31,4 Millionen Euro gesteigert werden. Entsprechend verbesserte sich auch die Kennzahl FFO je Aktie von 1,03 auf 1,13 Euro.

Während des Berichtszeitraums wurden einige Meilensteine erreicht, die künftig zum weiteren Wachstum der VIB Vermögen AG beitragen werden. Im Januar 2022 erfolgte die planmäßige Fertigstellung und Übergabe des Erweiterungsbaus einer Logistikimmobilie in Schwäbisch Gmünd, wodurch sich die Gesamtnutzfläche des Logistikobjekts um 6.100 m² auf 22.500 m² erhöht hat. Im Zuge der Erweiterung wurde auch der Mietvertrag auf sieben Jahre verlängert.

Im Februar 2022 fiel der Startschuss für die Vermarktung eines der größten Entwicklungsprojekte der VIB in den letzten Jahren [wir berichteten]. Auf dem 215.000 m² großen Grundstück in Erding ist die Errichtung die Projekts „Next Horizon“ mit einer Nutzfläche von insgesamt rund 79.000 m² geplant. Die Gewerbeflächen eignen sich dabei für unterschiedlichste Nutzungen. Es sind drei Bürogebäude mit einer Fläche von insgesamt 15.700 m² vorgesehen sowie fünf Baufelder mit Gebäudeflächen für Logistik-/Light-Industrie-nahe Bebauung von 2.100 bis 30.300 m². Zudem ist ein Parkhaus mit über 700 Stellplätzen geplant, das stufenweise rund 50 Prozent der Stellplätze mit Ladekapazität versorgen kann und damit den Anforderungen in Bezug auf Elektromobilität vollends gerecht wird. Die Objekte werden nach den strengen Kriterien zur Erreichung einer Nachhaltigkeitszertifizierung nach DGNB Gold errichtet. Dazu beitragen soll die Wärmeversorgung über Fernwärme.

Im ersten Halbjahr wurde zudem ein rund 41.000 m² großes, voll erschlossenes Grundstück in Ingolstadt erworben [wir berichteten] und mit einem angrenzenden rund 10.000 m² umfassenden Bestandsgrundstück der VIB zusammengelegt. Auf dem Gesamtareal soll ein Objekt im Bereich Logistik und Light Industry entstehen. Die aktuelle Immobilien-Pipeline wächst dadurch weiter und umfasst Projekte mit einer potenziellen Nutzfläche von insgesamt rund 156.000 m². Neben Eigenentwicklungen prüft die Gesellschaft auch fortlaufend die Möglichkeit, das Immobilienportfolio durch gezielte Akquisitionen zu erweitern.

„Ich freue mich sehr darüber, dass wir unseren Wachstumskurs auch im zweiten Quartal dieses Jahres 2022 fortgesetzt haben und einige lukrative Projekte mit einer Nutzfläche von rund 156.000 m² aus unserer Pipeline weiter vorantreiben. Die Neubewertung unseres Portfolios im zweiten Quartal 2022 belegt eindrücklich die hohe Qualität der Gebäude und die Kompetenz unserer Immobilienmanager, die tagtäglich Wertzuwächse schaffen. Darüber hinaus verläuft die Integration der VIB Vermögen AG in den DIC Asset Konzern nicht zuletzt dank des großen Engagements der Mitarbeiter reibungslos und planmäßig““, sagt Dirk Oehme, Finanzvorstand der VIB Vermögen AG.

Der Vorstand hält an der für das Geschäftsjahr 2022 veröffentlichten Prognose fest. Sofern die wirtschaftliche Lage in Deutschland weiterhin stabil bleibt, geht er davon aus, Umsatzerlöse zwischen 103 und 109 Millionen Euro erzielen zu können. Das um Bewertungseffekte und Sondereinflüsse bereinigte EBT dürfte auf einen Wert zwischen 67 und 71 Millionen Euro steigen. Der operative Mittelzufluss FFO soll sich im Geschäftsjahr 2022 auf 58 bis 62 Millionen Euro erhöhen. Mit Blick auf die Leerstandsentwicklung rechnet der Vorstand damit, dass dieser im niedrigen einstelligen Prozentbereich bleiben werde (31.12.2021: 1,2 Prozent). Schließlich wird zum Jahresende 2022 eine annähernd unveränderte durchschnittliche Verzinsung des Darlehensprotfolios erwartet (31.12.2021: 1,7 Prozent).