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Verschuldungsgrad sinkt weiter

KKR/Velero übernimmt 14.400 Adler-Wohnungen

Der zweite große Portfolio-Deal ist unterzeichnet: Die stark verschuldete Adler Group verkauft 14.400 Wohneinheiten an den Private-Equity-Investor KKR. Laut des Wohnungskonzerns konnte eine Prämie auf den Buchwert erzielt werden.

KKR tätigt seine Investitionen aus Real Estate Partners Europe II (REPE II) und anderen verwalteten
Fonds. Die Transaktion ist als Asset Deal strukturiert. Verwaltet wird der Bestand über KKRs deutschen Immobilienmanager Velero, dessen verwaltetes Portfolio durch die Transaktion auf mehr als 23.000 Wohneinheiten anwächst. Die meisten erworbenen Einheiten befinden sich in wachstumsstarken regionalen Märkten, in denen Velero bereits aktiv ist: Dazu gehören Cottbus, Leipzig, Halle, Erfurt, Jena, Dresden und Chemnitz sowie weitere Städte in Ostdeutschland, das Einzugsgebiet von Berlin und das Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Laut KKR soll der Wohnungsbestand durch Investitionen operativ verbessert werden. Die Wohnqualität der Einheiten soll gesteigert, die Energieeffizienz verbessert und der Leerstand reduziert werden. „Die Transaktion ist ein Meilenstein auf dem Wachstumspfad von Velero. Die erworbenen Einheiten stellen eine wertvolle Ergänzung zu unserem bestehenden Portfolio an verwalteten Immobilien dar und passen zu unserer Standortstrategie. Der Erwerb des Portfolios ermöglicht es uns, Skaleneffekte bei der Immobilienverwaltung zu nutzen. Gleichzeitig werden wir einen reibungslosen Übergang und hochwertige Dienstleistungen für unsere Mieterinnen und Mieter gewährleisten“, fügt Sascha Giest und Thomas Lange, Co-CEOs von Velero, hinzu.

Für die stark verschuldete Adler Real Estate Group ist der Verkauf des zweiten Portfolios ein weiterer erfolgreicher Schritt den Verschuldungsgrad zu reduzieren und sich dauerhaft auf Wohnimmobilien in deutschen Großstädten zu fokussieren. Der vereinbarte Kaufpreis entspricht laut Adler einer Bewertung des Portfolios von 1,05 Milliarden Euro und damit einer Prämie auf den zum 30. September 2021 ausgewiesenen Buchwert. Das Wohnungsunternehmen erwartet aus der Transaktion einen Nettoerlös von rund 600 Mio. Euro. Dies entspricht dem in früheren Veröffentlichungen genannten Betrag. Mit diesem Mittelzufluss wird die Adler Group ihre Bilanz weiter entschulden und ihr strategisches Ziel erreichen, den Verschuldungsgrad (Loan-to-Value, LTV) auf unter 50% zu senken.

Den Verkauf des ersten Portfolios an die LEG Immobilien hatte Adler bereits zur Jahreswende abschließen können. Hier ist dem Wohnungsunternehmen für den Verkauf der insgesamt 15.500 Einheiten ein Nettoerlös von rund 800 Mio. Euro zugeflossen [wir berichteten].