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Städtebauliches Werkstattverfahren

Archigon präsentiert Entwürfe für „Berlin – Spreeküste“

Das städtebauliche Werkstattverfahren für das Gebiet „Berlin-Spreeküste“ ist entschieden: Das zwölfköpfige Obergutachtergremium hat aus sieben abgegebenen Arbeiten zwei gleichwertige erste Preise an die beiden Teams O&O Baukunst mit Capattistaubach Urbane Landschaften und Ens Eckert Negwer Suselbeek mit Freiraumplanung Wolf vergeben. Der dritte Preis ging an Bernd Albers Gesellschaft von Architekten mit Fugmann Janotta und Partner Landschaftsarchitekten.

Das Preisgericht hat mit einem einstimmigen Votum die Empfehlung ausgesprochen, beide mit einem ersten Preis ausgezeichneten Konzepte der Erarbeitung eines städtebaulichen Leitbildes für das Gesamtgebiet zugrunde zu legen. Beide Entwürfe zeichnen sich laut des Gutachtergremiums insbesondere durch große zusammenhängende Grünräume entlang der Spree und des Hohen Wallgrabens aus. Die Arbeit von O&O Baukunst mit Capattistaubach bildet darüber hinaus die städtebauliche Grundlage des Bebauungsplanes für die künftige Entwicklung des ca. 3,2 ha großen im Besitz von Archigon befindlichen Grundstücks.

Auf dem Grundstück wird nach Plänen von O&O Baukunst ein gemischtes Quartier mit Büro- und Dienstleistungsbetrieben, ergänzt um Nutzungen wie Gastronomie, Einzelhandel, Forschung, Entwicklung und urbane Produktion entstehen. Das aus mehreren 7-geschossigen Baukörpern und einem 28-geschossigen Hochhaus bestehende Ensemble entwickelt sich entlang einer öffentlichen Promenade. Insgesamt sollen auf dem Archigon-Areal 108.000 m² Geschossfläche realisiert werden.

Gekürter Entwurf von von O&O Baukunst mit Capattistaubach Urbane Landschaften.© O&O
Das Ergebnis des städtebaulichen Werkstattverfahrens „Spreeküste“ ist zentraler Bestandteil des zukünftigen, noch zu erarbeitenden Entwicklungskonzeptes „Spreeküste , welches durch das Büro Machleidt – Städtebau und Stadtplanung im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie der beiden beteiligten Bezirke aufgestellt wird. Nun soll auf Basis der Siegerentwürfe das abschließende städtebauliche Leitbild ausformuliert werden. Dieses zeigt auf, wie die siedlungs- und freiraumstrukturellen Zusammenhänge innerhalb des Gebietes gestärkt und die Bezüge und Verknüpfungen mit den benachbarten Siedlungsbereichen und auch über die Spree hinweg hergestellt oder verbessert werden können. Das Leitbild bildet eine städtebauliche Grundlage für die weitere Entwicklung hinsichtlich Freiraum- und Gebäudestrukturen, Wegeverbindungen und Nutzungen – daraus sind keine konkreten Bauprojekte ableitbar.