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  |  10. Juli 2018

Stadt und Land wächst stetig

Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land zeigt sich mit ihrem Jahresergebnis zufrieden. Von Beginn der Neubauaktivitäten bis zum Jahresende 2017 hat sie rund 1.100 Wohnungen fertiggestellt und vermietet, außerdem befinden sich aktuell über 2.500 Wohnungen im Bau. „In unserer Planung gehen wir von etwa 10.530 Neubauwohnungen aus, um die wir bis zum Jahr 2027 wachsen wollen. Unser ambitioniertes Ziel ist es, den Bestand insgesamt auf 55.500 Wohnungen zu erhöhen. Für den Neubau und Ankauf von Wohnungen haben wir in den letzten Jahren bereits 649 Mio. Euro aufgewendet und werden dafür weitere 2 Milliarden Euro investieren“, sagte Geschäftsführer Ingo Malter anlässlich der Jahrespressekonferenz. Der Konzern verwaltete per 31.12.2017 insgesamt fast 70.000 Mieteinheiten, darunter knapp 44.000 Wohnungen im eigenen Bestand.

Die Bautätigkeit der Wohnungsbaugesellschaft hat stark zugenommen. Zu den bereits fertiggestellten Wohnungen in Treptow-Köpenick, Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf gehören unter anderem Projekte in der Tannhäuser Straße (147 Wohneinheiten), am Bruno-Bürgel-Weg (124 WE) und an den Gärten der Welt (287 WE). Im aktuellen Berichtszeitraum sind Ankäufe von schlüsselfertigen Neubauten etwa in der Kienbergstraße (142 WE), der Fürstenwalder Allee (216 WE) und der Mittenwalder Straße (215 WE) erfolgt.

„Tatsächlich ist das immer knapper werdende Bauland ein kritischer Punkt. Die rapide gestiegenen Preise können wir nicht bedienen, denn wir müssen preisgünstig bauen, um später unserem Auftrag entsprechend auch günstig vermieten zu können. 5.180 weitere Neubauwohnungen sind bereits konkret projektiert, für 1.187 Wohnungen bestehen im Konzern noch eigene Neubaupotenzialflächen. Dennoch reichen diese 6.367 Wohnungen noch nicht aus, um das Ziel von 10.530 neu gebauten Wohnungen zu erreichen“, sagte Geschäftsführerin Anne Keilholz.

Parallel steigen auch die Bau- und Baunebenkosten seit Jahren massiv an. Das Unternehmen prüft daher, wie neue Wohnungen im Zuge von Bestandsverdichtungen entstehen können. Die eigenen Grundstücke und Nachverdichtungspotenziale sind jedoch oft nur mit einem erheblichen zeitlichen Vorlauf für die Bebauung geeignet. Erste Erfahrungen sammelt die Wohnungsbaugesellschaft aktuell mit einem standardisierten „Typenhaus“ bei einem Neubau an der Schkeuditzer Straße in Berlin-Hellersdorf, bis 2020 entsteht hier ein Prototyp mit insgesamt 165 Mietwohnungen.

Geschäftsergebnis
Das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2017 fiel erneut sehr positiv aus. Die Bilanzsumme lag zum Jahresende 2017 bei 2.222 Mio. Euro das entspricht einem Zuwachs von mehr als 145 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Das Eigenkapital stieg von 584 Mio. Euro um 75,4 Mio. Euro auf 659,9 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 28,1 % auf 29,7 %. Der Konzernjahresüberschuss beläuft sich auf 75,0 Mio. Euro nach 71,5 Mio. Euro in 2016.

Die durchschnittliche Nettokaltmiete im Bestand des Konzerns Stadt und Land ist moderat auf 5,78 Euro/m² im Jahr 2017 gestiegen, nach 5,65 Euro/m² in 2016. Im Berliner Durchschnitt waren es im vergangenen Jahr laut Mietspiegel 6,39 Euro/m². In der Neuvermietung liegt die Wohnungsgesellschaft aktuell bei durchschnittlich 7,17 Euro/m² nettokalt – ein erheblicher Unterschied gegenüber den Angebotsmieten am freien Markt, die bei 10,15 Euro/m² liegen (Quelle: IBB Wohnungsmarktbericht 2017). Die Leerstandsquote beträgt, bereinigt um die Leerstände des Neubaus, 2,6 %, vorwiegend bedingt durch freie Monate bei Mieterwechseln und Nutzung von Wohnungen als Umsetzwohnungen bei Sanierungen.
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