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  |  15. Januar 2018

Hertha BSC Spielstätte - Fußballclub präferiert Neubau

Senat prüft weiter

Hertha BSC will spätestens zum Auslaufen des 2015 auslaufenden Nutzungsvertrages für das Olympiastadion möglichst in einem Stadionneubau spielen. Die Größe des Olympiastadions führt regelmäßig dazu, dass Hertha BSC in der Vergleichsstatistik der Stadionauslastung regelmäßig den letzten Platz unter allen Vereinen der Bundesliga einnimmt. Das neue Stadion soll maximal etwa 50.000 Zuschauer fassen und deshalb leichter auszulasten sein. Von der Konzeption her strebt Hertha BSC eine Fußballarena an, die für einen möglichst engen Kontakt der Zuschauer zum Geschehen auf dem Spielfeld sorgt. Dazu ist eine überdachte, kompakt gebaute Stadionkonstruktion mit steilen Rängen angedacht. Zudem soll der Neubau etwa zur Hälfte in der Erde versenkt werden, um auch den Stadionlärm anwohnerfreundlich zu senken. Finanzieren will Hertha einen Neubau komplett selbst.

Wie Klaus Teichert als Chef der Stadion GmbH von Hertha BSC anlässlich einer Sportausschusssitzung im Berliner Abgeordnetenhaus zum Thema dem Tagesspiegel mitteilte, wäre aus Sicht des Vereins für die neue Spielstätte ein Standort in der Nähe des Olympiastadions optimal. In diesem Zusammenhang sieht Hertha das neue Stadion idealerweise als Teil eines neuen Sport- und Freizeitparks auf dem ehemaligen Reichssportfeld. Diese Neubaupläne am Olympiastadion würden jedoch erfordern, den zurzeit für den gesamten Olympiapark geltenden Denkmalschutz in wesentlichen Teilen aufzuheben. Deshalb müssten nicht nur der Senat und die Vertreter des Bezirkes Charlottenburg-Wilmersdorf, sondern auch das Landesdenkmalamt einem Neubau auf dem ehemaligen Reichssportfeld zustimmen. Eine zweite Neubauoption vor den Toren Berlins verfolgt Hertha für einen Brandenburger Standort in Ludwigsfelde. Eine Realisierung dieser Variante scheint laut Teichert aktuell zwar immer noch möglich, jedoch nicht sehr wahrscheinlich. Ein Brandenburger Standort koste viel Überzeugungsarbeit bei den Fußballfans, die sich bereits mehrheitlich gegen eine Fußball Arena auf dem Gebiet des benachbarten Bundeslandes positioniert haben.

Anders als Hertha BSC favorisiert der Berliner Senat, es bei der derzeitigen Situation mit Spielbetrieb im Olympiastadion zu belassen. Dazu wäre nach Meinung der Fußballexperten ein Umbau des Olympiastadions erforderlich, um vor allem die Zuschauerränge näher am Spielfeld zu positionieren. Der Berliner Senat steht jedoch nicht nur den Plänen für einen kompletten Stadionneubau, sondern auch einem Umbau des Olympiastadions skeptisch gegenüber.
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